Lucius Annaeus Seneca
Seneca stammte aus wohlhabendem Elternhaus in Corduba. Sein Vater war ein berühmter römischer Redelehrer. Seneca erhielt sorgsame politische und rhetorische Ausbildung in Rom, widmete sich aber auch philosophischen Studien. Seine Betätigung als Anwalt öffnete ihm den Weg in die Politik: auf Empfehlung seiner Tante wurde er im Jahr 31 Quästor und damit zum Senator unter Kaiser Caligula. Doch durch seine Redekunst zog er sich die Missgunst Caligulas auf sich, vor dem Todesurteil rettete ihn nur sein angeschlagener Gesundheitszustand, da man mit dem baldigen Tod Senecas rechnete. Unter dem Kaiser Claudius wurde Seneca auf Wunsch der Kaiserin Messalina, die ihm Ehebruch vorwurf, im Jahr 41 nach Korsika verbannt. Agrippina, die Nachfolgerin der inzwischen ermordeten Messalina, berief ihn 49 zurück nach Rom und machte ihn zum Erzeiher Neros. Seneca nahm seine politische Tätigkeit wieder auf: er wurde 50 Prätor und 55/56 Konsul. Nach Kaiser Claudius' Tod steuerte Seneca selbst für einige Jahre die Politik im römischen Reich. Seneca wurde zu dieser Zeit zu einem der reichtsen Männer Roms. Doch allmählich entzog sich Nero dem positiven Einfluß Senecas und entfremdete sich ihm zunehmend, sodass Seneca im Jahr 62 seine politische Tätigkeit aufgab und sich seinen Studie widmete. 65 wurde Seneca der Beteiligun an der Pisonischen Verschwörung gegen Nero beschuldigt und musste sich auf Befehl des Kaisers das Leben selbst nehmen.